Resilienz

Tipps: So kommst du gelassener durch Corona

So kommst du gelassener durch Corona

Vielleicht fühlst du dich gerade wie ein hilfloser Spielball der Verordnungen, Verbote, Einschränkungen und zusätzlichen Belastungen. In einem gewissen Rahmen stimmt das sicher auch, aber du bist dem, wie dein Leben sich anfühlt, nicht komplett ausgeliefert!

Überleg mal: Was kannst du alles selbst kontrollieren und entscheiden in deinem Leben? Vielleicht fällt dir nicht sofort etwas dazu ein, deshalb gebe ich dir hier ein paar Denk-Anregungen dafür. Denn: Wer die Erfahrung gemacht hat, selbstverantwortlich und selbstwirksam Einfluss nehmen zu können vor allem darauf, wie es ihm/ihr selber in schwierigen Zeiten geht, steht Veränderungen, Einschränkungen, Neuem und Krisen viel gelassener gegenüber.

  1. Wie kümmerst du dich um dich? Achtest du auf ein gesundes Maß beim Essen, Schlafen, Alkohol, Bewegung, Meditieren, Terminplanung…)? Sei mal ehrlich zu dir: Was ist zuviel, was zuwenig? Was passiert, wenn du nichts veränderst? Und dann: triff eine Entscheidung und ändere es!
  2. Achtest du auf deine eigenen Grenzen oder nimmst du dir regelmäßig zuviel vor? Schaffst du es, auch mal NEIN zu sagen, wenn du erschöpft bist? Mein Tipp: halte öfter am Tag einfach mal inne, schließ kurz die Augen und nimm DICH wahr: wie geht es mir gerade? Bin ich müde, erschöpft, sitze ich schon viel zu lange, habe ich Hunger, Durst, ist mir kalt, bin ich unruhig oder ruhig? Und dann füll deinen Energietank auf mit dem, was du jetzt brauchst.
  3. Nimm dich wichtig! Gerade jetzt werden wir stark gefordert. Der Chef erwartet Flexibilität, wir haben oft weniger Geld, Ungewissheit, Homeschooling und räumliche Enge sind purer Stress. Jetzt gilt es, sich gut um den eigenen Energiehaushalt zu kümmern, um den ganzen Aufgaben gewachsen zu sein. Also: kümmer dich um dich selbst, damit du auch für andere da sein kannst!
  4. Annehmen, was du ändern kannst, ändern, was du nicht ändern kannst. Corona mitsamt den Einflüssen auf unser gewohntes Leben ist da. Das kannst du nicht ändern, indem du dich dagegen wehrst, damit haderst und denkst: „Das darf nicht sein!“ Es ist ja doch so! Dein innerer Widerstand bedeutet puren Stress in deinem ganzen Körper und ändert doch nichts (außer, dass du Stress hast). Versuche, diese Ablehnung aufzugeben, wenn du sie bei dir bemerkst: „Aha! Corona ist da.Punkt!“ Und dann atme 3-4 x tief ein und aus und überlege mit einem ruhigen Geist, was du jetzt tun kannst, um deine Situation zu verbessern oder hinterfrag einmal deine Bewertung; Wie schlimm ist das jetzt wirklich?
  5. Womit beschäftigst du dich? Checkst du 5 mal tgl. die Corona-Nachrichten? Negative Berichte sind eine Belastung für unser Gehirn, da es versucht, diese einzuordnen und die Reize zu verarbeiten. Die Beschäftigung mit schönen, angenehmen Dingen tut dem Gehirn gut und sorgt für mehr Wohlbefinden. Was war heute schön?
  6. Pflege deine sozialen Kontakte! Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um dein soziales Netzwerk einmal unter die Lupe zu nehmen: Wen vermisst du? Wen nicht? Wer tut dir gut? Wer kostet eigentlich nur Energie und gibt nichts zurück?
  7. Fühlst du dich gefangen in einem Strudel von Gedanken über Sorgen, Ängsten, Verantwortung?
    • Versuch einmal diese Übung: Schließe deine Augen und atme ganz ruhig ein und aus. Wenn dein Geist etwas zur Ruhe gekommen ist, schau einmal genau hin: welche Gefühle sind da in dir? Lass alles zu-du weißt ja: alles darf da sein, es ist ja sowieso da. Und dann versuche, die Gefühle zu benennen: Aha: da ist Ärger, Wut, Trauer, Ärger, Enttäuschung. (Stress ist kein Gefühl). Dadurch nimmst du das Gefühl an und beendest den Widerstand und die Bedrohlichkeit des Gefühls nimmt sofort ab. Die Technik nennt man Labeling.
    • Richte deine Aufmerksamkeit einmal von dir weg und schau in deinem Umfeld: wie geht es den anderen? Wer kann Hilfe gebrauchen? Wer ist alleine und freut sich über einen Anruf? In welcher Situation sind die Anderen, womit haben sie zu kämpfen? Die Beschäftigung mit den Bedürfnissen von Anderen ermöglicht dir, deinen Gedanken und Gefühlen, die um dich selber kreisen, einmal eine wohltuende Pause. Und Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass Gutes tun, sich positiv auf deine Gesundheit auswirkt.
  8. Achtsamkeit ist die wichtigste Ressource in diesen Zeiten. Sie in ihrer Gänze zu beschreiben, würde den Rahmen sprengen. Dafür biete ich Achtsamkeits-Kurse an. Aber du kannst sie schoneinmal üben: Aufmerksamkeit ganz auf eine Tätigkeit richten: Tasten, riechen, schmecken, hören-das Gehirn kann dann keine Stresshormone ausschütten.

Vielleicht hast du schoneinmal etwas von Resilienz gehört. So nennt man die psychische Widerstandsfähigkeit im Angesicht von Veränderungen und Krisen. Und diese lässt sich in 7 Bereichen trainieren. Meine Tipps stammen aus diesen Bereichen, können aber natürlich nur eine erste kleine Anregung sein. Achtsamkeit ist hierfür eine gute Basis, auf der du Resilienz entwickeln kannst.

Wie du deine Resilienz gezielt und nachhaltig stärken kannst, lernst du in meinem

Online-Kurs „Reslilienz: Umgang mit Veränderungen und Krisen“

Für deine Fragen zum Thema stehe ich dir gerne per Email oder über mein Kontaktformular zur Verfügung.

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